Im Jahr 1903 wurde das Goldfields-Wasserversorgungsprojekt zur „Golden Pipeline“, die der ausgedörrten Region zuverlässiges Frischwasser brachte. Einst als „Wahnsinnsprojekt“ abgetan, genießt es heute internationale Anerkennung.

Der Konstrukteur C.Y. O’Connor glaubte, man könne Frischwasser durch eine Stahlpipeline so weit und so hoch pumpen, dass es die Goldfelder von Kalgoorlie erreichen würde, 560 km vom Speicherbecken in den Perth Hills entfernt. Es war für die damalige Zeit ein so kühner Plan, dass er sowohl grenzenlosen Optimismus als auch heftige Kritik hervorrief.

Die Pipeline, zusammen mit dem darauf folgenden Bevölkerungswachstum und der Rodung von Land für landwirtschaftliche Zwecke, bedeutete Wohlstand für viele Kolonistenbauern und Bergleute, aber eine Katastrophe für die traditionelle Lebensweise der Aborigines.

Das Goldfields-Wasserversorgungssystem ist heute in der Liste des nationalen Kulturerbes anerkannt, und der dazugehörige Golden Pipeline Heritage Trail bietet ein einzigartiges Erlebnis für Kulturtourismus, das diese Geschichte des Kampfes und des Überlebens mit 25 Haltestellen an wichtigen Orten entlang seiner Länge erforscht.

Seit 1997 verwaltet der National Trust diese Orte und die vielen damit verbundenen Geschichten in Zusammenarbeit mit der Water Corporation und verschiedenen lokalen Regierungen.

Bitte beachten Sie: Die Pumpstationen Nr. 4, 5, 6, 7 und 8 in Merredin, Yerbillon, Ghooli, Gilgai und Dedari sind aufgrund von Sanierungsarbeiten der Water Corporation vorübergehend geschlossen.