Ein Artikel von Danielle Austin

Von den aquamarinblauen Stränden des Indischen Ozeans bis zu den roten Wüstenebenen des Outbacks: Der viertägige Roadtrip vom Ningaloo-Riff zum abgelegenen Mount Augustus/Burringurrah lässt Sie einen Gang herunterschalten und den Blick auf die wunderschöne Umgebung lenken.

Was kann es Schöneres geben, als die atemberaubend vielfältigen Landschaften Westaustraliens während eines Roadtrips von den Riffs des Ozeans zu den Felsen des Outbacks zu durchkreuzen? Startpunkt Ihrer Reise ist das legendäre Ningaloo-Riff an der Coral Coast. Ihr Ziel haben Sie dann erreicht, wenn der größte Sandsteinfelsen der Welt vor Ihnen auftaucht: der Mount Augustus/Burringurrah. Am besten unternehmen Sie diesen Roadtrip im Frühling. Dann sehen Sie auch gleich die vorbeiziehenden Buckelwale am Ningaloo-Riff sowie die blühenden Wildblumen, die die Kennedy Ranges bedecken.


Schnorchler schwimmt mit einem Fischschwarm in Ningaloo Reef, Coral Bay

Ein Fischschwarm am Ningaloo-Riff vor Coral Bay


Erster Tag: Ningaloo-Küste

Zum Startpunkt an der Ningaloo-Küste gelangen Sie von Perth aus – entweder nach einer zweitägigen Autofahrt über den Coral Coast Highway oder einem zweistündigen Flug. Dort angekommen, bietet sich Ihnen die einmalige Gelegenheit, eine der schönsten Wasserlandschaften Westaustraliens zu erkunden.

Das Ningaloo-Riff, deren traditionelle Hüter die Völker der Baiyungu, Thalanyji und Yinigurdira sind, ist eines der größten Saumriffe der Welt. Es gibt nur wenige Orte auf diesem Planeten, wo Sie mit Walhaien, den sanften Riesen des Ozeans, schwimmen können. Weiterhin begegnen Ihnen Regenbogenkorallen, Fischschwärme, Schildkröten und Mantarochen in Hülle und Fülle. Sie alle sind hier am Riff zu Hause. Besucher können diesen Unterwassergarten entweder schwimmend mit einem Schnorchel oder während einer Tour mit einem Glasbodenboot erforschen.

Wenn Sie eine Unterkunft in unmittelbarer Nähe des Ningaloo-Riffs suchen, kommen Sie an Sal Salis nicht vorbei. Mit seinen luxuriösen Safarizelten auf einer Sandfläche am Rande des Ozeans gehört dieses exklusives Safari-Camp zu den zahlreichen Highlights, die das australische Outback bereithält.


Mantarochen schwimmen in ihrer natürlichen Umgebung bei Quobba Station nördlich von Carnarvon

Die Quobba Station, nördlich von Carnarvon


Zweiter Tag: Coral Bay und Carnarvon

Nach einer geruhsamen Nacht unter dem Sternenhimmel machen Sie sich früh auf den Weg nach Coral Bay, das mit dem Auto anderthalb Stunden entfernt ist. Verbringen Sie den Vormittag ganz entspannt an einem der unberührten weißen Sandstrände. Mit etwas Glück können Sie vom flachen Ufer aus Delfine oder Mantarochen vorbeischwimmen sehen.

Gegen Mittag wird es Zeit, von der Coral Bay nach Carnarvon aufzubrechen. Die rund 240 Kilometer lassen sich gut in zweieinhalb Stunden zurücklegen. Tipp: Der kleine Abstecher zu den Quobba Blowholes ist äußerst lohnenswert! Dort können Sie einen Blick auf die meterhohen Meerwasserfontänen erhaschen, die sich durch die natürlichen Felsformationen bilden.

Wenn Sie nach der Reise hungrig in der Küstenstadt Carnarvon ankommen, warten hier kulinarische Köstlichkeiten im Überfluss auf Sie. Am besten unternehmen Sie einfach auf eigene Faust eine Feinschmecker-Tour entlang des - passend benannten - Fruit Loop Trails. Dort bekommen Sie an den Ständen am Straßenrand ein mit viel Liebe und den Köstlichkeiten der Saison zubereitetes Mittagessen.

Nach dem Essen legen Sie die 55 Kilometer zum Rocky Pool zurück. Dieses ruhig gelegene Süßwasserreservoir, das von imposanten Bäumen umgeben und mit Felsenpools übersät ist, lädt zu einem erfrischenden Bad mitten in der Natur ein.

Den Tag können Sie im Carnarvon Retreat am Wasser ausklingen lassen, wo moderne Apartments und Villen am Ufer eines Kanals errichtet wurden. Auf der überdachten Terrasse bietet sich Ihnen ein weiter Blick auf die Wasserstraßen, die die Anlage von drei Seiten umgeben.


Reisender, der die Aussicht auf die Kennedy Range National Park genießt

Der Kennedy Range National Park in der Nähe von Gascoyne Junction


Dritter Tag: Kennedy Range National Park

In etwas mehr als zwei Stunden erreichen Sie von Carnarvon aus den 140 Kilometer entfernten Kennedy Range National Park. Vor allem im Frühling ist er eine echte Augenweide, wenn die Wildblumen der Region ihre schönen Köpfe in die Höhe recken und einen Teppich aus gelben, violetten und weißen Blüten bilden, der sich bis zum Horizont erstreckt.

Der Kennedy Range hat viel zu bieten. Die Palette reicht von interessanten Wanderwegen bis zu unglaublichen Naturschauspielen. Am besten nehmen Sie sich dafür mehrere Tage Zeit, sofern dies Ihre Urlaubsplanung zulässt. Die Wooleen Station eignet sich hervorragend als Ihr vorübergehendes Zuhause. Das unter Denkmalschutz stehende Outback-Gehöft mit Rinderfarm ist eine beeindruckende und auf Nachhaltigkeit setzende Unterkunft.

Von der Wooleen Station aus sind es nur 10 Kilometer bis zum Murchison River, wo Sie im Gradagullya Pool baden, den Fluss mit dem Kanu erkunden oder einfach am sandigen Ufer spazieren gehen können.


Atemberaubende Landschaft von Wooleen Station

Wooleen Station


Vierter Tag: Mount Augustus Nationalpark

Die letzte Etappe dieses Roadtrips führt Sie vom Kennedy Range National Park zum imposanten Mount Augustus oder Burringurrah, wie er von den traditionellen Hütern des Landes genannt wird. Für die 260 Kilometer lange Strecke benötigen Sie mit dem Auto etwa vier Stunden. Wenn Sie in den Mount Augustus National Park hineinfahren, erhebt sich vor Ihren Augen der Mount Augustus. Der riesige Felsberg ist 2,5-mal so groß wie der berühmte Monolith Uluru!

Man kann sich keinen besseren Ausgangspunkt für die Erkundung des Nationalparks wünschen als den Mount Augustus Tourist Park. Am Fuße des Berges gelegen, gibt es hier eine Reihe von schönen Unterkünften.

Während Ihres Aufenthalts haben Sie die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Wanderwegen, auf denen Sie der unglaublichen Tier- und Pflanzenwelt begegnen. Der Edney's Trail beispielsweise bietet eine atemberaubende Tour durch die Schluchten im Schatten des Berges. Der Pfad bringt Sie zum Edney's Lookout, von wo aus Sie eine beeindruckende Aussicht haben, ohne gleich die Spitze des Bergs erklimmen zu müssen. Die Region ist das traditionelle Land des Wajarri-Volks, dessen Kunst am Flintstone Rock zu sehen ist. Dorthin gelangen Sie in einer halbstündigen Wanderung entlang des kühlen Flussbettes. Die Bergwanderung auf dem Summit Trail des Burringurrah dagegen ist ein absolutes Muss für jeden Abenteuerlustigen. Dafür sollten Sie jedoch einen zusätzlichen Tag einplanen, denn die anstrengende Wanderung nimmt etwa sechs Stunden in Anspruch.

Versäumen Sie es nicht, auch einmal im Cattle Pool zu baden. Das ist eine ruhige Wasserstelle, deren Ufer von beeindruckenden silbergrauen Eukalyptusbäumen gesäumt wird. Hier lassen sich einheimische Fische und Vögel ebenso beobachten wie die großen Goannas, eine Waranenart. Diese suchen sich warme Felsen und machen es sich auf ihnen bequem.


Ein Paar, das ein Picknick genießt und die Aussicht auf Mount Augustus genießt

Mount Augustus National Park


Veröffentlicht im August 2022.