Vorgestellt von Jo Baker


Ob für Disney+ mit den „Shipwreck Hunters Australia“ beim Freediving in der wilden Unterwasserwelt Westaustraliens oder absolut regungslos beim Filmen von Baby-Schildkröten und Pinguinen, Anouska (Nush) Freedman entdeckt in der Natur stets Neues, das sie zum Staunen bringt: im Großen wie im Kleinen, im Alltäglichen wie im Außergewöhnlichen.


Traumreisende Nush Freedman


Sie ist eine westaustralische Unterwasser-Kamerafrau, Fotografin, Produzentin und Moderatorin, die weiß, wie man Mutter Natur in jeder Umgebung am besten in Szene setzt.

Am Set von Shipwreck Hunters sieht sie es als ihre Aufgabe an, alle Beteiligten daran zu erinnern, nochmal abzutauchen und die unglaubliche Unterwasserwelt um sie herum zu bewundern.

„Schiffswracks ziehen Tiere wie Magneten an. Beim Tauchen entdeckt man eine ganz besondere Welt, in der einzigartige Tiere und Zeugnisse einer faszinierenden Geschichte aufeinandertreffen. Es ist magisch”, sagt Nush, deren kreativer Blick schon früh auf die Unterwasserwelt fokussiert war.


Omeo Schiffswracks, Coogee


In ihren jungen Jahren in Exmouth, als sie in den seichten Wassern des Ningaloo Marine Park (Nyinggulu) tauchte, wurde ihr schnell klar, dass die Beobachtung der Unterwasserwelt im größten Saum-Korallenriff der Welt alles übertrifft, was sie je auf einem Bildschirm zu sehen bekommen würde.

„Nur wenige Schritte vom Strand entfernt findet man sich inmitten einer unglaublichen Tierwelt wieder“, lächelt Nush, als sie sich an ihre ersten Erlebnisse unter Wasser erinnert.

„Bei meiner ersten Begegnung mit einem Mantarochen bin ich losgeschwommen und wurde direkt von diesem wunderschönen, anmutigen Riesen des Ozeans begrüßt. Mantarochen gehören zu den klügsten Lebewesen des Meeres. Sie haben von allen Fischen das größte Verhältnis von Gehirn zu Körper, sodass man wirklich eine Verbindung spürt, wenn man mit diesen wunderschönen Tiere schwimmt und sieht, wie sie anmutig durch das Wasser tanzen.“


Thorny devil (Moloch horridus)


Als junge Traumreisende war sie aber auch von einer fast gegensätzlichen Schönheit zu den tiefblauen Lagunen des Ningaloo fasziniert – den zerklüfteten, roten Schluchtenlandschaften des Cape Range National Park. Hier saß Nush begeistert und beobachtete Felswallabies, wie sie geschickt wie Bergziegen über die hohen Klippen hüpften, oder bestaunte die skurrilen Thorny devils, die auch „Punk Rocker“ der Wüste genannt werden.

Seither hat Nush viele Abenteuer erlebt und erkannt, wie viele Naturwunder es überall in ihrem Heimatstaat zu entdecken gibt. Ob Schwimmen mit winzig kleinen Fischen oder einem sanften Riesen wie dem Walhai, eine Begegnung mit den „glücklichsten Tiere der Erde“, den niedlichen Quokkas, auf Rottnest Island, das Bestaunen der farbenprächtigen Rotschwanzkakadus im Schatten der Bäume des Boranup Forest oder die Beobachtung von Buckelwalen vor Dirk Hartog Island, wie sie aus dem Wasser brechen und ihre kräftige Schwanzflossen aufs Wasser schlagen.

„Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist es, mich einfach in die Landschaft zu setzen und ein Tier zu beobachten. Das hat mich schon immer fasziniert. In solchen Momenten hält man inne. Man nimmt das, was man sieht, in sich auf und ist ganz im Hier und Jetzt“, sagt Nush.


Nush schwimmt inmitten eines Fischschwarms am Ningaloo Reef


Es ist eine Neugier, die sie schwört, nie zu verlieren. Und selbst nach unzähligen Wanderungen in der wilden Natur und Schwimm-, Schnorchel- und Taucherlebnissen in den Meeren Westaustraliens, bekommt sie immer noch Gänsehaut.

„Ich weiß nie, was mich dort erwartet. Genau das macht es so besonders. Jeder Tag ist eine große Überraschung.“

Doch sie ist eine Traumreisende, die mit ihrer Arbeit nicht nur die raue Schönheit der Natur einfangen möchte. Jede ihrer Aufnahmen zeigt den wilden Geist und die wundersamen Unterwasserwelten Westaustraliens und macht auf deren Verletzlichkeit aufmerksam, was wiederum Naturliebhaber dazu inspiriert, sich für deren Erhaltung einzusetzen.

„Wir können uns glücklich schätzen, dass wir hier eine so große Vielfalt an Meeresbewohnern haben. Es ist einfach ein unglaublicher Ort, an dem man der Natur ganz nah sein kann. Das ist wirklich einzigartig.“

Veröffentlicht im Januar 2026.