Begleiten Sie die Shipwreck Hunters auf ihrer Spurensuche nach weiteren maritimen Geheimnissen und spannenden Abenteuern, bei der sie die verborgenen Küstenschätze Westaustraliens erforschen.
Vorgestellt von Carolyn Beasley
In der wilden Brandung etwa 35 Kilometer vor Cape Naturaliste in Westaustralien scannt ein Boot den Meeresboden in einem sich ausweitenden Suchraster, während es von den hohen Wellen hin- und hergeworfen wird. An Bord sind die Shipwreck Hunters, eine Gruppe erfahrener Unterwasserabenteurer, die entschlossen sind, ein 123 Jahre altes Rätsel zu lösen.
Im Jahr 1902 verließ die Langston den Hafen von Bunbury mit einer Ladung Jarrah- und Karri-Holz aus dem Südwesten Australiens. Das Schiff geriet in einen Sturm und zerschellte am schroffen Naturaliste Reef. Und jetzt legt eine zurücklaufende Welle genau dieses Riff in seiner wilden, zerklüfteten Pracht frei, nur wenige Meter vom Suchboot entfernt. Irgendwo dort unten liegt das Wrack auf dem Meeresgrund. Um es an diesem rauen und unzugänglichen Ort zu finden, müssen die Shipwreck Hunters all ihr Können aufbieten.
Aufgrund der überwältigenden Popularität der ersten Staffel der Disney+-Serie „Shipwreck Hunters Australia“ wurde eine zweite Staffel produziert. Unterstützt von Meeresarchäologen des Western Australia Museum setzen die Shipwreck Hunters mit der ursprünglichen Besatzung, bestehend aus Ryan Chatfield, Johnny Debnam, Nush Freedman, Andre Rerekura und Ash Sutton, ihre Suche nach einigen der 1.650 Schiffswracks vor der Küste Westaustraliens fort.

Das Team von „Shipwreck Hunters“ sucht gemeinsam mit dem Archäologen Bob Sheppard nach der „Gilt Dragon“. Foto: Disney+
An Bord des Bootes, das am Naturaliste Reef nach der Langston sucht, erklärt die Meeresarchäologin Dr. Deb Shefi vom Western Australia Maritime Museum, dass alle aufgedeckten Geheimnisse für die Geschichte des Landes von großer Bedeutung sind. Und lassen Sie sich nicht täuschen: Auch wenn alles wie inszeniert aussieht, ist der Ausgang dieser Expedition keineswegs vorbestimmt.
„Die meisten Schiffswracks werden zufällig entdeckt, daher ist dies eine seltene Gelegenheit für eine geplante Expedition“, sagt Deb. „Die Lage des Schiffes auf dem Meeresgrund verrät uns einiges. Wir wissen, dass die Langston auf das Riff aufgelaufen ist, aber was geschah danach? Das sind die Geschichten, die wir nun endlich erzählen können.“
In der zweiten Staffel erstreckt sich die Suche nach Schiffswracks von den abgelegenen Inseln im wilden Southern Ocean östlich von Esperance (Kepa Kurl) über die lebhafte Shark Bay (Gathaagudu) bis zum Schiffsfriedhof der Abrolhos Islands und dem Ningaloo Reef (Nyinggulu), das zu einer UNESCO-Welterbestätte erklärt wurde.

Old Pylons bei Busselton Jetty, Busselton. Foto: Disney+
Laut Brendan Hutchens, Regisseur und Produzent der Serie von VAM Media, ist die berühmte Langston der Inbegriff seemännischen Aberglaubens: Unglückbehaftete Wochentage, 13 Besatzungsmitglieder und eine Namensänderung werden für die Katastrophe verantwortlich gemacht. Am meisten Pech hatte jedoch Andreas Larsen, der einen früheren Schiffbruch überlebt hatte, nur um bei diesem ums Leben zu kommen.
„Er war erst Anfang zwanzig, und diese menschliche Verbindung ist für uns ein wichtiger Teil der Geschichte“, sagt Brendan. „Je mehr du dich damit beschäftigst, desto mehr denkst du: Wir müssen seine Geschichte erzählen. Und wenn wir das Schiff finden, ist das auch eine Art Abschluss.“
Ryan und Johnny bringen vom Deck des Suchschiffs aus die Hightech-Scanausrüstung in Position, die hinter dem Boot hergezogen wird. Ein Magnetometer registriert alle Metallgegenstände am Meeresboden und ein Seitensichtsonar spürt Veränderungen in der Topografie auf, die auf ein Schiffswrack hindeuten könnten.
Das Team sitzt Stunde um Stunde vor dem Bildschirm und beobachtet aufmerksam das Geschehen. Als Andre das Suchraster mit einer GPS-App auf seinem Smartphone protokolliert, beschreibt er den Adrenalinstoß, den jeder potenzielle Fund unter Wasser auslöst.

Die Besatzung von Shipwreck Hunters zum Zeitpunkt der Entdeckung. Foto: Disney+
„Du bist total perplex und versuchst, dir einzureden, dass es nicht real sein kann“, sagt Andre. „Wirklich neue Entdeckungen sind so unglaublich selten, und genau das ist es, was uns so fasziniert.“
Wenn das Team jedoch etwas entdeckt, muss es dem Drang widerstehen, sofort über Bord zu springen.
„Wir müssen alles in Ruhe angehen. Schließlich befinden wir uns hier auf dem unberechenbaren offenen Meer“, erklärt Andre. „Wir prüfen, ob wir in der Nähe ankern und das ferngesteuerte Unterwasserfahrzeug hinunterlassen können, um die Umgebung zu scannen und zu filmen. Wenn es dann auch nicht zu tief ist, machen wir uns zum Tauchen bereit.“
Auch nach einem ganzen Tag intensiver Suche hat die Langston ihr Geheimnis nicht preisgegeben und das Team kehrt mit leeren Händen nach Busselton (Undalup) zurück. Doch die Jagd nach Schiffswracks erfordert Geduld – und am fünften Tag der Suche gibt es einen Durchbruch.
„Es war in den letzten 30 Minuten am letzten Tag der Suche“, sagt Brendan. „Die Sonne ging gerade unter und alle waren seit Tagen seekrank. Und dann war sie plötzlich da, aufrecht auf dem sandigen Meeresgrund, vier Kilometer vom Riff entfernt.“
Als sich die Langston langsam aus den dunklen Tiefen erhebt, sind die Shipwreck Hunters voller Begeisterung, denn ein weiteres Stück Geschichte wird enthüllt.
Schalten Sie ein zur zweiten Staffel von „Shipwreck Hunters Australia“. Seien Sie dabei, wenn es um weitere Entdeckungen im Ozean geht. Die Serie startet exklusiv auf Disney+ am 27. August – alle sechs Episoden werden auf einmal veröffentlicht.

Andre Rerekura auf dem Boot der Hunter, Foto: Disney+
Veröffentlicht im August 2025.