Vorgestellt von Jo Baker
Als Teilnehmerin der World Surf League (WSL) Championship Tour hat die Profi-Surferin Isabella Nichols schon eine ganze Reihe von Küstenregionen bereist, die westaustralische Margaret River-Region auf dem Land der Wadandi liegt ihr aber ganz besonders am Herzen.
Doch nicht nur der erstklassige Surf-Spot und das alljährliche Margaret River Pro ziehen sie immer wieder nach Perth, von wo aus sie sich auf die dreieinhalbstündige Fahrt nach Süden macht. Es ist vielmehr eine tiefe Verbundenheit mit dieser ursprünglichen Gegend, deren wilde natürliche Schönheit sie nicht loslässt. Es geht darum, eins mit der Natur zu werden und jeden Moment bewusst zu genießen.
„Jedes Mal, wenn ich hierher komme, bin ich voller Dankbarkeit für das, was ich tue. Mehr als irgendwo sonst auf der Tour. Es ist unverfälscht. Es ist wunderschön. Es ist mein liebster Ort auf der ganzen Welt“, sagt Isabella.
Als Queenslanderin ist Isabella tief mit Margaret River verbunden. Daher wollten wir wissen, welche Sehenswürdigkeiten und Attraktionen sie Besuchern empfiehlt. Außerdem haben wir sie gebeten, uns ihre unvergesslichsten Momente außerhalb der WSL-Wettbewerbe zu verraten.
Eagle Bay, Dunsborough
Auf der Caves Road ins Abenteuer
„Am besten fährt man ohne bestimmtes Ziel los und lässt sich von der Caves Road überraschen“, lautet Isabellas Tipp für ein unvergessliches Erlebnis in Margaret River. Die Caves Road ist nur vier Autominuten von Margaret River entfernt. Es ist eine 111 Kilometer lange, von Bäumen gesäumte Strecke, die Sie an nur einem einzigen Tag zu den unglaublichsten Abenteuern führt. Wie auf einer Perlenschnur reihen sich unberührte Strände und eindrucksvoll geformte Landzungen aus Granit aneinander. Eine wunderschöne Landschaft mit Wäldern, die in den Himmel zu wachsen scheinen, und uralten Höhlen. Erstklassige Köche und Winzer verwöhnen ihre Gäste mit den köstlichsten Speisen und Weinen. Isabella hat zwei ganz persönliche Favoriten: Swings & Roundabouts für Pizza und Fishbone Wines für Sushi.
Mammoth Cave
Auch unter der Erde gibt es Faszinierendes zu entdecken. Steigen Sie hinab in die Kammern der Mammoth Cave und erkunden Sie ihre Unterwelt. Insgesamt gibt es über 100 Höhlensysteme, die sich tief in den uralten Kalkstein der Leeuwin-Naturaliste Ridge gegraben haben. Diese unterirdische Welt ist in Teilen für die Öffentlichkeit zugänglich. In der Mammoth Cave können Sie sich auf eigene Faust mit einem Audio-Guide auf Erkundungstour zu den gewaltigen Stalaktiten und den versteinerten Überresten längst ausgestorbener Megafauna wie Riesenwombats, Riesenschnabeligeln und Tasmanischen Tigern begeben.
Cape to Cape Track, Margaret River
Cape to Cape Track ab Ellenbrook
Die beste Zeit für den Cape to Cape Track ist Herbst (März bis Mai) oder Frühling (September bis November). Dann bietet die Landschaft, durch die dieser legendäre Wanderweg führt, einen besonders spektakulären Anblick. Zwischen Wettkampf und Training hat Isabella bisher nur einen kurzen Abschnitt von der atemberaubenden Landzunge von Ellenbrook bis zu ihrem Lieblingsstrand in Redgate und zum Conto's Beach mit seiner magischen Abgeschiedenheit erkundet. Sie war so überwältigt, dass sie sich fest vorgenommen hat, die gesamten 135 Kilometer von Cape Naturaliste im Norden bis Cape Leeuwin im Süden zu gehen.
Eröffnungsfeier des Margaret River Pro
Wenn Sie den Margaret River Pro im April besuchen, sollten Sie sich die Eröffnungsfeier am Surfers Point am Vortag des Wettbewerbs nicht entgehen lassen. Jeder ist herzlich eingeladen, den Geschichten der Aboriginal zu lauschen, die von ihrer tiefen kulturellen Verbundenheit mit diesem Ort, die über 40.000 Jahre zurückreicht, erzählen. Es ist ein spirituelles Erlebnis, das Isabella nie verpasst.
Isabella Nichols beim Margaret River Pro
Surfen bei Sonnenaufgang vor Yebble
Yebble (benannt nach einer lokalen Noongar-Legende) ist der Abschnitt zwischen Prevelly und Gracetown. Er bietet so viele verschiedene Reef Breaks bei unterschiedlichen Gezeiten und Windrichtungen, dass man immer irgendwo surfen kann. „Man geht einfach spazieren und plötzlich sieht man eine Welle. Dann geht der Spaß los“, erzählt Isabella. „Wenn frühmorgens am Main Break die Sonne über den Klippen aufgeht, ist das einfach der phänomenalste Ort der Welt.“
Sonnenuntergang über den großen Wellen
Beobachten Sie oben auf dem Hügel mit Blick auf den Main Break am Surfers Point oder unten am Strand bei Redgate mit einem Glas Wein in der Hand, wie Mutter Natur den Himmel und das Meer in die schönsten Farben taucht. „An der Ostküste erleben wir keine Sonnenuntergänge am Meer“, sagt Isabella. „Die Schönheit dieses Moments, ein Himmel wie aus Zuckerwatte, rührt mich fast zu Tränen. Das habe ich so noch nie in der Natur erlebt.“
„Einfach das Handy weglegen und den Moment genießen“, empfiehlt Isabella. „Dann wird man mit einem unvergesslichen Erlebnis belohnt.“
Veröffentlicht im April 2024.